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2 Grad mehr – na und?

Klimaschutz auf lokaler Ebene

als Bestandteil der Armutsbekämpfung

12/05/14 12:45
Kategorie: Schulaktivitäten

Von: Claudia Meintzinger

Planspiel „Südsicht“: SchülerInnen schlüpften in die Rollen brasilianischer Abgeordneter


© Lateinamerika-Zentrum e.V.

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Wie fühlt es sich an, Politiker oder Politikerin zu sein? Wie gelingt es einem, die anderen Abgeordneten von seiner Meinung zu überzeugen und welche Hürden sind bis zu einem Ratsbeschluss zu bewältigen? Dies erfuhren Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Alleestraße am 7. Mai 2014 hautnah. An diesem Vormittag nahmen sie in einem echten Sitzungssaal im Siegburger Kreishaus am Planspiel „Südsicht – ein klimapolitischer Perspektivwechsel“ teil. Zu Beginn begrüßte sie Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Technischen Umweltschutz des Rhein-Sieg-Kreises. Er stellte ihnen die Situation in der brasilianischen Stadt Santarém vor, dem Klimapartner des Rhein-Sieg-Kreises.

Anschließend ging das Planspiel los und die jungen Leute versetzten sich hierfür in die Rolle von ParlamentarierInnen einer fiktiven Kommune im brasilianischen Amazonasgebiet. Aus dieser „Südsicht“ heraus galt es, eine vorgegebene Problemstellung, wie zum Beispiel die Folgen und den Einfluss des Klimawandels auf die Kommune, in einem Planspielszenario zu lösen. Die inhaltlichen Positionen der Abgeordneten wurden durch Rollenprofile mit entsprechenden Fachinformationen festgelegt. Anhand eines ausgewählten Szenarios debattierten sie einen Antrag auf Ratsebene und verabschiedeten diesen in einem verkürzten parlamentarischen Verfahren.

In der zweiten Sitzung stimmte der Rat mit absoluter Mehrheit für die Umsetzung folgender Maßnahmen: den Bau einer Biogasanlage, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und die Einrichtung eines kommunalen Eigenkontrollsystems gegen die Abholzung des Regenwaldes. Bis es zum Ratsbeschluss kam, waren mehrere Sitzungen in den Fraktionen und Ausschüssen zu bewältigen. Die Schüler  und Schülerinnen lernten so nicht nur viel über das Amazonasgebiet und globale Herausforderungen, sondern kamen auch noch zu einer anderen Erkenntnis: „Ich hätte nie gedacht, dass Politik so komplex ist und wie viele Schritte nötig sind, bis es zu einem Beschluss kommt“, so eine Schülerin am Ende der Veranstaltung.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW moderierte und begleitete das Planspiel, gefördert wird es von Engagement Global/Servicestelle Kommunen in der Einen Welt aus Mitteln des BMZ. Die Aktivität war eingebettet in das Bildungsprojekt des Rhein-Sieg-Kreises „2 Grad mehr – na und? Klimaschutz auf lokaler Ebene als Bestandteil der Armutsbekämpfung“.

 

Auszug der Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreises vom 20. Mai 2014

 



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