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2 Grad mehr – na und?

Klimaschutz auf lokaler Ebene

als Bestandteil der Armutsbekämpfung

Projektteilnehmer in Peru

karge, steinige Landschaft
Das Gebiet des zukünftigen Parks Antonio Raimondi (© MINAM)

Das Umweltministerium in Peru

Das peruanische Umweltministerium (Ministerio del Ambiente, MINAM) ist mit dem Sonderprojekt des Ökologischen Nationalparks Antonio Raimondi auch an protect the climate beteiligt. Für protect the climate stellt es Informationen über Lima und über den Park Antonio Raimondi zur Verfügung. 

Lima

Klimatische Situation

Die Hauptstadt Lima ist mit ihren mehr als acht Millionen Einwohnern die mit Abstand größte Stadt Perus und die fünftgrößte Stadt Lateinamerikas. Zudem ist sie nach Kairo die zweitgrößte in einer Wüste liegende Stadt der Welt. Lima befindet sich in einer subtropischen trockenen Klimazone. Es fällt grundsätzlich mit nur ca. 13 Millimetern im Jahr sehr wenig Niederschlag und es gibt auch immer wieder Zeiträume, in denen dieser komplett ausbleibt. Demnach gilt die Wasserversorgung als eines der größten Probleme der Stadt.

Wasserversorgung

Alternative Möglichkeiten für Wasser

Aus diesen Gründen ist die Suche nach alternativen Trinkwassermöglichkeiten ein wichtiges Thema – wie z.B. die Speicherung der Luftfeuchtigkeit. Während der Wintermonate befindet sich die Stadt unter einer dichten Nebelschicht, welche aufgrund der Kollision der tropischen Luftmasse mit der Oberfläche des kalten Wasser des Humboldt-Stroms entsteht. Der Mechanismus für die Speicherung der Luftfeuchtigkeit nennt sich „Atrapanieblas“ (Nebelfänger). Diese Netze bestehen aus feinen Maschen, die den Nebel „einfangen“. Dieser kondensiert daraufhin zu Wassertropfen. Ebenfalls besteht großes Potenzial für die Verbesserung der Situation im Wasserrecycling – also der Aufbereitung des Abwassers.

Nebelfänger (©LAZ)
Nebelfänger (© LAZ)

Ökologischer Nationalpark Antonio Raimondi

Das Projekt des Umweltministeriums

Der Ökologische Nationalpark Antonio Raimondi (Parque Ecológico Nacional Antonio Raimondi) entstand als Projekt Ende des Jahres 2010. Er ist das erste Gebiet das zur Implementierung multithematischer Räume genutzt wird. Zum Umweltmanagement dieser Gebiete gehören die Wiederherstellung der Landschaften und der im Park vorhandenen Ökosysteme sowie die Implementierung von neuen Technologien, die die Entstehung von Umweltauswirkungen verhindern können.

Der Park wird vom peruanischen Umweltministerium (Ministerio del Ambiente; MINAM) verwaltet, das für seine Fertigstellung einen Zeitrahmen von sechs Jahren vorgesehen hat. Das Gelände der zukünftigen Parkanlage befindet sich im Bezirk „Ancón“ im Norden Limas und dehnt sich über 8.000 Hektar aus – dies entspricht ca. 10 Prozent der Fläche der Metropolregion Limas.

Ziele des Parks

Dem Zuwachs an Grünflächen in Lima wird hohe Priorität zugeschrieben. Laut Weltgesundheitsorganisation sollte jedem Menschen eine Grünfläche von acht bis 15 Quadratmetern zur Verfügung stehen, in Lima ist es jedoch nur ca. ein Quadratmeter. Diese Zahl wird deutlich steigen, sobald der Park vollständig angelegt ist. Er wird als „grüne Lunge“ Limas fungieren, der Wüstenbildung entgegenwirken sowie den Umwelt- und Klimaschutz fördern.

Weiterhin schützt er die Hügellandschaft der zentralen Küste Perus innerhalb des Parks. Die Landschaft besteht aus topographischen Erhöhungen, die sich an der gesamten peruanischen Küste entlang ausbreiten und die während der Wintermonate aufgrund des Nebels von saisonaler Vegetation bedeckt sind. Um zur Erholung der Hügellandschaft beizutragen werden typische Arten dieses Ökosystem wieder aufgeforstet. Dies sind hauptsächlich Pflanzen, die ohne viel Wasser auskommen und an trockene Standorte angepasst sind. Nach anfänglicher Bewässerung sollen sie in Zukunft dank des Nebels und ihrem tiefen Wurzelwerk ohne diese auskommen. Die ersten Pflanzen sollen als „natürliche Nebelfänger“ dienen und damit die nachfolgenden Pflanzen mit Wasser versorgen. Gemeinsam können sie zu einer verbesserten Luftqualität der Stadt beitragen.

Zudem soll der Park als Naherholungsgebiet für die Menschen dienen, den Kontakt zur Natur ermöglichen und den Menschen die Möglichkeit geben sich dem Umweltschutz zu verschreiben. Darüber hinaus ist auch die soziale und wirtschaftliche Funktion des Parks nicht zu unterschätzen. Schon durch seine Implementierung und die Instandhaltung können neue Arbeitsplätze geschaffen, die regionale Wirtschaft angekurbelt und die Lebensqualität der Menschen im Norden der Metropole verbessert werden.

Finanzierung des Parks

Unterstützung erhält das Projekt u.a. von der Interamerikanischen Entwicklungsbank, von AusAid (Australisches Entwicklungshilfeprogramm) und von KOICA (Korea International Cooperation Agency). Weiteres Engagement wird jedoch benötigt.

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Peru

Projektpartner in Peru
Basisdaten zu Peru

Einwohner

29,8 Millionen

Fläche

1,285 Millionen km²

Jährliches BIP/Kopf

ca. 5.614 USD

HDI

0,725

Hauptstadt

Lima

Amtssprachen

Spanisch, Quechua, Aymara, andere indigene Sprachen

Quelle: Auswärtiges Amt, UNDP

MINAM-Flyer

Mehr Informationen über den Park finden Sie im Flyer vom peruanischen Umweltministerium.

Download Flyer » 

 

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